Der Lademeter (LDM) gibt in Metern an, welche Fläche eine Ladung entlang der Länge eines Sattelaufliegers belegt. Länge und Breite der Ladung werden multipliziert und durch die angenommene Aufliegerbreite von 2,4 m geteilt. Eine Europalette entspricht 0,4 LDM, eine Industriepalette 0,5 LDM; ein Standardauflieger von 13,6 m hat 13,6 LDM.
Warum werden Lademeter verwendet?
Im Teilladungsverkehr auf der Straße bestimmt nicht allein das Gewicht die Kosten einer Sendung. Eine leichte, aber nicht stapelbare Kiste macht in dem Moment, in dem sie die Ladefläche belegt, die gesamte Höhe dieses Abschnitts praktisch unbrauchbar. Was der Frachtführer verkauft, ist Länge auf der Ladefläche. Der Lademeter drückt diese Länge bezogen auf eine Standardbreite aus und ermöglicht es, Sendungen unterschiedlicher Maße im selben Auflieger fair zu bepreisen. Alle Bestandteile der Fracht erläutert der Beitrag Berechnung der Teilladungsfracht.
Wie werden Lademeter berechnet?
Grundformel: LDM = Länge (m) × Breite (m) ÷ 2,4. Ist die Ladung stapelbar, wird das Ergebnis durch die Zahl der Lagen geteilt.
| Ladung | Rechnung | LDM |
|---|---|---|
| 1 Europalette (1,20 × 0,80 m) | 0,96 ÷ 2,4 | 0,4 |
| 1 Industriepalette (1,20 × 1,00 m) | 1,20 ÷ 2,4 | 0,5 |
| 10 Europaletten, einlagig | 10 × 0,4 | 4,0 |
| 10 Europaletten, zweilagig gestapelt | 4,0 ÷ 2 | 2,0 |
| Kiste 3,0 × 2,0 m | 6,0 ÷ 2,4 | 2,5 |
| Kompletter Standardauflieger | 13,6 × 2,4 ÷ 2,4 | 13,6 |
Die Formel setzt voraus, dass neben der Ladung weitere Ladung Platz findet. Passt in der Praxis neben ein 5 m langes Rohrbündel mit 1,3 m Breite keine Palette mehr, kann der Frachtführer statt 2,7 LDM direkt 5 LDM berechnen. Wie viele Paletten in welcher Anordnung in einen Auflieger passen, zeigt der Beitrag Wie viele Paletten passen in einen Lkw?.
Wie wirken sich Lademeter auf den Preis aus?
Im Teilladungsverkehr vergleicht der Frachtführer drei Werte und legt den höchsten als frachtpflichtiges Gewicht zugrunde: das tatsächliche Bruttogewicht, das Volumengewicht und das Lademetergewicht. Der Umrechnungsfaktor von LDM in Kilogramm ist je nach Frachtführer verschieden; in der Praxis wird 1 LDM meist mit einem Wert zwischen 1.500 und 1.850 kg gleichgesetzt. Die Logik ist einfach: Ein Auflieger mit 13,6 LDM befördert etwa 24–25 Tonnen; das ergibt rund 1.800 kg je Meter.
Beispiel: 4 nicht stapelbare Europaletten mit insgesamt 800 kg ergeben 1,6 LDM. Bei einem Faktor von 1.750 kg beträgt das frachtpflichtige Gewicht 2.800 kg, also mehr als das Dreifache des tatsächlichen Gewichts. Wären dieselben Paletten zweilagig stapelbar, würde auf Basis von 0,8 LDM, also 1.400 kg, abgerechnet. Eine flache, stabile Oberseite der Verpackung kann die Fracht stärker beeinflussen als das Gewicht. Weitere Preisfaktoren nennt der Beitrag Was bestimmt den Frachtpreis im Straßenverkehr?.
Wer legt die Maße fest, und was passiert bei Abweichungen?
Der Versender gibt Maße und Stapelbarkeit bei der Buchung an. Frachtführer oder Umschlaglager messen bei der Annahme nach; bei Abweichungen wird die Rechnung nach den tatsächlichen Maßen korrigiert. Gemessen wird einschließlich Verpackung und Palette am äußersten Punkt der Ladung; ein Karton, der 5 cm über den Palettenrand ragt, kann die Anordnung der nächsten Palette verändern. Die Anordnung der Ladung auf dem Auflieger zeigt der Ladeplan für den Lkw.
Häufige Fehler
- Das Etikett „nicht stapelbar“ übersehen und trotzdem einen Preis für stapelbare Ware erwarten.
- Nur die Stückzahl ohne Palettenmaß angeben; 10 Europaletten ergeben 4 LDM, 10 Industriepaletten 5 LDM.
- Bei leichter Ladung Preise nur nach Gewicht vergleichen.
- Nicht berücksichtigen, dass der seitliche Freiraum neben langer Ladung nicht verkauft werden kann.
Wie unterstützt Voltim Global Sie dabei?
Voltim Global erfasst bei Teilladungen Palettentyp, Maße und Stapelbarkeit im Ladeplan. Bei der Annahme werden die Maße mit diesem Plan abgeglichen; ergeben sich Abweichungen, wird der Kunde informiert, bevor das Fahrzeug abfährt.